Pflanzenschutzmittel und Metabolite Trinkwasseranalyse Definition

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Pflanzenschutzmittel und Metabolite Trinkwasseranalyse Definition

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indexStoff/ParameterDefinitionWie kommt es ins Wasser/HerkunftProblematikFiltermöglichkeitGrenzwert-Überprüfung Grenzwert
02.6-Dichlorbenzamid2,6-Dichlorbenzamid, auch BAM oder 2,6-DCBA genannt, ist ein Abbauprodukt von Pflanzenschutzmitteln, vor allem von Dichlobenil. Es kann auch aus Fluopicolide entstehen. Dichlobenil wurde unter anderem zur Unkrautbekämpfung eingesetzt und ist heute in Deutschland nicht mehr zugelassen.Über frühere Pflanzenschutzmittel-Anwendungen. Der Stoff kann aus Böden ausgewaschen werden und ins Grundwasser gelangen. Da er vergleichsweise mobil und langlebig ist, kann er auch Jahre nach der Anwendung noch nachweisbar sein.2,6-Dichlorbenzamid gilt als nicht relevanter Metabolit. Das bedeutet: Es wird nicht wie ein toxikologisch relevanter Pestizidwirkstoff bewertet. Trotzdem ist es im Trinkwasser unerwünscht, weil es auf frühere Pflanzenschutzmittel-Einträge und langlebige Spurenstoffe im Wasserkreislauf hinweist.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pestizid-Metaboliten. Aktivkohle: kann je nach Stoff, Kohletyp und Kontaktzeit wirken, ist bei polaren Metaboliten aber nicht immer sicher vorherzusagen.Für 2,6-Dichlorbenzamid gilt nicht automatisch der normale Pestizid-Grenzwert von 0,1 µg/l. Als nicht relevanter Metabolit wird es über gesundheitliche Orientierungswerte bewertet. In LAWA-Unterlagen wird für 2,6-Dichlorbenzamid ein GOW von 3,0 µg/l genannt.
1Aclonifen False
2Amidosulfuron False
3AMPAAMPA steht für Aminomethylphosphonsäure. Es ist vor allem als Abbauprodukt von Glyphosat bekannt, kann aber auch aus anderen phosphonathaltigen Stoffen stammen, zum Beispiel aus bestimmten Reinigungs- oder Waschmittelzusätzen.Vor allem über Landwirtschaft, Glyphosat-Abbau, Oberflächenabfluss, Böden, Kläranlagen, Abwässer und belastete Oberflächengewässer. AMPA kann relativ beständig sein und daher in Gewässern nachgewiesen werden.AMPA hat im Trinkwasser keinen Nutzen. Es gilt meist nicht als klassischer Wirkstoff, sondern als Metabolit / Abbauprodukt. Problematisch ist vor allem, dass es auf Einträge aus Pflanzenschutzmitteln oder anderen anthropogenen Quellen hinweisen kann und als langlebiger Spurenstoff im Wasserkreislauf relevant ist.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Spurenstoffe. Aktivkohle: kann je nach Aktivkohle, Kontaktzeit und Wasserchemie wirken, ist aber nicht immer sicher vorherzusagen.AMPA wird in Deutschland in der Regel als nicht relevanter Metabolit eingestuft. Für relevante Pestizid-Metaboliten gilt der Trinkwassergrenzwert von 0,1 µg/l und für Pestizide gesamt 0,5 µg/l. Für AMPA selbst gibt es nach den gefundenen behördlichen Informationen keinen klassischen Trinkwasser-Grenzwert wie für relevante Metaboliten; es wird eher über Bewertungs-/Orientierungswerte behandelt.
4AtrazinFalse
5Atrazin-2-HydroxyFalse
6Atrazin-desethyl-desisopropylFalse
7Azoxystrobin False
8BeflubutamidFalse
9BentazonFalse
10BixafenFalse
11BoscalidFalse
12BromacilFalse
13BromoxynilFalse
14CarbendazimFalse
15CarbetamidFalse
16Chloridazon
17Chloridazon-desphenylChloridazon-desphenyl, auch Desphenyl-Chloridazon oder Chloridazon-Metabolit B, ist ein Abbauprodukt des Herbizids Chloridazon. Chloridazon wurde vor allem im Zuckerrübenanbau eingesetzt. Der Wirkstoff wurde im Boden relativ schnell zu Desphenyl-Chloridazon und Methyl-Desphenyl-Chloridazon abgebaut.Über landwirtschaftliche Flächen. Der Stoff ist sehr polar und mobil und kann deshalb mit Sickerwasser ins Grundwasser gelangen. In Deutschland gehört Desphenyl-Chloridazon zu den häufig nachgewiesenen nicht relevanten Pflanzenschutzmittel-Metaboliten im Grundwasser.Es gilt als nicht relevanter Metabolit. Das heißt: Es wird nicht wie ein toxikologisch relevanter Pestizidwirkstoff bewertet. Trotzdem ist es im Trinkwasser unerwünscht, weil es auf landwirtschaftliche Einträge hinweist und als langlebiger Spurenstoff im Wasserkreislauf vorkommen kann.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pestizid-Metaboliten. Aktivkohle: kann je nach Stoff, Kohletyp und Kontaktzeit wirken, ist bei sehr polaren Metaboliten aber nicht immer sicher vorherzusagen.Für Chloridazon-desphenyl gilt nicht automatisch der normale Pestizid-Grenzwert von 0,1 µg/l. Für nicht relevante Metaboliten werden gesundheitliche Orientierungswerte genutzt; für Desphenyl-Chloridazon wird ein GOW von 3 µg/l genannt.
18Chloridazon-methyl-desphenylChloridazon-methyl-desphenyl, auch Methyl-Desphenyl-Chloridazon genannt, ist ein Abbauprodukt des Herbizids Chloridazon. Chloridazon wurde vor allem im Zuckerrübenanbau eingesetzt. Der Wirkstoff ist in der EU seit 2018 nicht mehr genehmigt, seine Metaboliten können aber weiterhin im Grundwasser nachweisbar sein.Über landwirtschaftlich genutzte Flächen. Nach der Anwendung von Chloridazon entstehen Abbauprodukte, die relativ mobil sind und ins Grundwasser verlagert werden können. Desphenyl-Chloridazon und Methyl-Desphenyl-Chloridazon gehören in Deutschland zu den häufig nachgewiesenen PSM-Metaboliten im Grundwasser.Es gilt als nicht relevanter Metabolit. Das bedeutet: Es wird nicht wie ein toxikologisch relevanter Pestizidwirkstoff bewertet, ist aber trotzdem unerwünscht, weil es auf landwirtschaftliche Einträge und langlebige Spurenstoffe im Wasserkreislauf hinweist.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pestizid-Metaboliten. Aktivkohle: kann je nach Stoff, Aktivkohletyp und Kontaktzeit wirken, ist aber bei sehr polaren Metaboliten nicht immer sicher vorherzusagen.Für nicht relevante Metaboliten gilt nicht automatisch der klassische Pestizid-Grenzwert von 0,1 µg/l. Für Chloridazon-Desphenyl und Methyl-Desphenyl-Chloridazon wird ein gesundheitlicher Orientierungswert von 3 µg/l genannt.
19Chlorthalonil-Sulfonsäure (R 417888/M12)Chlorthalonil-Sulfonsäure R 417888 / M12 ist ein Abbauprodukt des Fungizids Chlorthalonil. Chlorthalonil wurde als Breitband-Fungizid gegen Pilzbefall in der Landwirtschaft eingesetzt; die EU-Zulassung lief Anfang 2020 aus bzw. wurde nicht erneuert.Über landwirtschaftliche Flächen. Chlorthalonil wird in Boden und Umwelt abgebaut; dabei entstehen mobile Metaboliten wie R 417888 / M12, die mit Sickerwasser ins Grundwasser gelangen können.Der Stoff gilt in Deutschland als nicht relevanter Metabolit. Das bedeutet: Er wird nicht wie ein toxikologisch relevanter Pestizidwirkstoff bewertet. Trotzdem ist er im Trinkwasser unerwünscht, weil er auf frühere landwirtschaftliche Einträge hinweist und als langlebiger, mobiler Spurenstoff im Wasserkreislauf auftreten kann.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pestizid-Metaboliten. Aktivkohle: kann je nach Stoff, Kohletyp und Kontaktzeit wirken, ist bei sehr mobilen/polaren Metaboliten aber nicht immer sicher vorherzusagen.Für nicht relevante Metaboliten gilt nicht automatisch der normale Pestizid-Grenzwert von 0,1 µg/l. Für die Chlorthalonil-Metaboliten R 471811 und R 417888 wurde ein gesundheitlicher Orientierungswert, GOW, von 3 µg/l festgelegt.
20Chlortoluron
21Clodinafop-propargyl
22Clomazone
23Clopyralid
24Clothianidin
25Cyflufenamid
26Desethylatrazin
27DesethylterbuthylazinFalse
28DesisopropylatrazinFalse
29Dicamba
30Dichlorprop (2,4-DP)False
31DifenoconazolFalse
32DiflufenicanFalse
33DimefuronFalse
34DimethachlorFalse
35Dimethachlor-Säure Metabolit (CGA 50266)CGA 50266 ist ein Abbauprodukt des Pflanzenschutzmittels Dimethachlor. Dimethachlor ist ein Herbizid, das vor allem im Ackerbau eingesetzt wurde bzw. wird, unter anderem bei Raps. CGA 50266 wird auch als Dimethachlor-Carbonsäure / Dimethachlorsäure bezeichnet.Über landwirtschaftlich genutzte Flächen. Der Wirkstoff wird im Boden abgebaut, dabei entstehen mobile Metaboliten, die mit Sickerwasser ins Grundwasser gelangen können.CGA 50266 gilt als nicht relevanter Metabolit. Das heißt: Er wird nicht wie ein toxikologisch relevanter Pestizidwirkstoff bewertet. Trotzdem ist er im Trinkwasser unerwünscht, weil er auf landwirtschaftliche Einträge und langlebige Spurenstoffe im Wasserkreislauf hinweist.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pestizid-Metaboliten. Aktivkohle: kann je nach Stoff, Aktivkohletyp und Kontaktzeit wirken, ist bei polaren Metaboliten aber nicht immer sicher vorherzusagen.Für CGA 50266 gilt nicht automatisch der normale Pestizid-Grenzwert von 0,1 µg/l. Für nicht relevante Metaboliten werden gesundheitliche Orientierungswerte genutzt. Für Dimethachlorsäure CGA 50266 wird ein GOW von 3,0 µg/l genannt.
36Dimethachlor-Sulfonsäure Metabolit (CGA 354742)CGA 354742 ist ein Abbauprodukt des Pflanzenschutzmittels Dimethachlor. Es wird auch Dimethachlor-Sulfonsäure oder Dimethachlor ESA genannt. Dimethachlor ist ein Herbizid, das vor allem im Ackerbau, zum Beispiel bei Raps, eingesetzt wird bzw. wurde.Über landwirtschaftliche Flächen. Dimethachlor wird im Boden abgebaut, dabei entstehen mobile Metaboliten wie CGA 354742, die mit Sickerwasser ins Grundwasser gelangen können.CGA 354742 gilt als nicht relevanter Metabolit. Das bedeutet: Er wird nicht wie ein toxikologisch relevanter Pestizidwirkstoff bewertet. Trotzdem ist er im Trinkwasser unerwünscht, weil er auf landwirtschaftliche Einträge und langlebige Spurenstoffe im Wasserkreislauf hinweist.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pestizid-Metaboliten. Aktivkohle: kann je nach Stoff, Aktivkohletyp und Kontaktzeit wirken, ist bei polaren Metaboliten aber nicht immer sicher vorherzusagen.Für CGA 354742 gilt nicht automatisch der normale Pestizid-Grenzwert von 0,1 µg/l. In LAWA-Unterlagen wird CGA 354742 als nicht relevanter Metabolit geführt; dort wird ein gesundheitlicher Orientierungswert von 3,0 µg/l genannt.
37DimethenamidFalse
38DimethoatFalse
39DimethomorphFalse
40DimoxystrobinFalse
41DiuronFalse
42EpoxiconazolFalse
43EthidimuronFalse
44EthofumesatFalse
45GlyphosatGlyphosat ist ein Herbizid, also ein Unkrautvernichtungsmittel. Es wird in der Landwirtschaft und teilweise im nicht-landwirtschaftlichen Bereich eingesetzt. Im Trinkwasser ist Glyphosat ein unerwünschter Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff.Vor allem durch landwirtschaftliche Anwendung, Abschwemmung von Flächen, Bodeneintrag, Oberflächenwasser, Sickerwasser und belastetes Grundwasser. Das wichtigste Abbauprodukt ist AMPA.Glyphosat hat im Trinkwasser keinen Nutzen. Problematisch ist vor allem, dass es auf Pflanzenschutzmittel-Einträge hinweist und als Spurenstoff im Wasserkreislauf vorkommen kann. Die Bewertung von Glyphosat wird seit Jahren kontrovers diskutiert; im Trinkwasser gilt deshalb der strenge Vorsorgegrenzwert für Pflanzenschutzmittel.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pestizide und Spurenstoffe. Aktivkohle: kann Glyphosat je nach Aktivkohletyp, Kontaktzeit und Wasserchemie reduzieren, ist aber nicht immer sicher vorherzusagen.TrueFür Glyphosat als einzelnen Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff gilt der Trinkwasser-Grenzwert von 0,00010 mg/l, also 0,1 µg/l. Für die Summe der Pflanzenschutzmittel gilt 0,5 µg/l.
46IsopyrazamFalse
47Metazachlor-Säure (BH479-4)Metazachlor-Säure, auch Metazachlor-OA, Metazachlor-Carbonsäure oder BH479-4, ist ein Abbauprodukt des Pflanzenschutzmittels Metazachlor. Metazachlor ist ein Herbizid, das vor allem im Ackerbau, besonders bei Raps, eingesetzt wird.Über landwirtschaftliche Flächen. Metazachlor wird im Boden abgebaut; dabei entstehen mobile Metaboliten wie BH479-4, die mit Sickerwasser ins Grundwasser gelangen können.BH479-4 gilt als nicht relevanter Metabolit. Das heißt: Er wird nicht wie ein toxikologisch relevanter Pestizidwirkstoff bewertet. Trotzdem ist der Stoff im Trinkwasser unerwünscht, weil er auf landwirtschaftliche Einträge hinweist und im Wasserkreislauf langlebig auftreten kann.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pestizid-Metaboliten. Aktivkohle: kann je nach Stoff, Aktivkohletyp und Kontaktzeit wirken, ist bei polaren Metaboliten aber nicht immer sicher vorherzusagen.Für nicht relevante Metaboliten gilt nicht automatisch der normale Pestizid-Grenzwert von 0,1 µg/l. Für Metazachlor-Säure BH479-4 wird ein gesundheitlicher Orientierungswert bzw. Beurteilungswert von 3,0 µg/l genannt.
48Metazachlor-Sulfonsäure (BH479-8)Metazachlor-Sulfonsäure, auch Metazachlor-ESA oder BH479-8, ist ein Abbauprodukt des Herbizids Metazachlor. Metazachlor wird bzw. wurde vor allem im Ackerbau eingesetzt, besonders bei Raps. BH479-8 gehört zu den Hauptmetaboliten von Metazachlor.Über landwirtschaftliche Flächen. Metazachlor wird im Boden abgebaut; dabei entstehen mobile Metaboliten wie BH479-8, die mit Sickerwasser ins Grundwasser gelangen können. Die LAWA beschreibt Metazachlor-Sulfonsäure als Metabolit mit sehr hoher Mobilität im Boden, der vergleichsweise häufig im Grundwasser untersucht und gefunden wird.BH479-8 gilt als nicht relevanter Metabolit. Das bedeutet: Er wird nicht wie ein toxikologisch relevanter Pestizidwirkstoff bewertet. Trotzdem ist der Stoff im Trinkwasser unerwünscht, weil er auf landwirtschaftliche Einträge hinweist und im Wasserkreislauf langlebig und mobil auftreten kann.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pestizid-Metaboliten. Aktivkohle: kann je nach Stoff, Aktivkohletyp und Kontaktzeit wirken, ist bei polaren Metaboliten aber nicht immer sicher vorherzusagen.Für nicht relevante Metaboliten gilt nicht automatisch der normale Pestizid-Grenzwert von 0,1 µg/l. Für Metazachlor-Sulfonsäure / BH479-8 wird ein gesundheitlicher Orientierungswert von 3,0 µg/l genannt.
49N.N-Dimethylsulfamid (DMS)N,N-Dimethylsulfamid, kurz DMS, ist ein Abbauprodukt des Fungizids Tolylfluanid. Tolylfluanid wurde unter anderem im Obst- und Weinbau eingesetzt. DMS gilt als nicht relevanter Metabolit eines Pflanzenschutzmittels.Über frühere landwirtschaftliche Anwendungen von Tolylfluanid. Der Wirkstoff wird in Böden abgebaut, dabei kann DMS entstehen und mit Sickerwasser ins Grundwasser gelangen. Wegen seiner Mobilität kann es auch Jahre später noch in Roh- und Trinkwasser nachweisbar sein.DMS selbst wird als toxikologisch nicht relevanter Metabolit bewertet, ist im Trinkwasser aber trotzdem unerwünscht. Besonders wichtig: Bei der Trinkwasseraufbereitung mit Ozon kann aus DMS das krebserregende N-Nitrosodimethylamin, NDMA, entstehen. Deshalb ist DMS wasserhygienisch besonders relevant.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pflanzenschutzmittel-Metaboliten. Aktivkohle: kann je nach Stoff, Kohletyp und Kontaktzeit wirken, ist bei polaren Metaboliten aber nicht immer sicher vorherzusagen.Für DMS gilt nicht automatisch der normale Pestizid-Grenzwert von 0,1 µg/l. Als nicht relevanter Metabolit wird DMS über gesundheitliche Orientierungswerte bewertet. Für DMS wird ein GOW von 1,0 µg/l genannt.
50S-Metolachlor-Säure (CGA 351916/51202)S-Metolachlor-Säure, auch Metolachlor-OA, Metolachlor-Carbonsäure oder CGA 351916 / CGA 51202, ist ein Abbauprodukt des Herbizids S-Metolachlor. S-Metolachlor wurde in der Landwirtschaft zur Unkrautbekämpfung eingesetzt, unter anderem bei Mais, Rüben, Sonnenblumen und weiteren Kulturen.Über landwirtschaftliche Flächen. Der Wirkstoff wird im Boden abgebaut; dabei entstehen mobile Metaboliten wie CGA 351916 / CGA 51202, die mit Sickerwasser ins Grundwasser gelangen können. Metolachlor-Carbonsäure gehört laut LAWA zu den Metaboliten, die häufig untersucht und gefunden werden.Der Stoff gilt als nicht relevanter Metabolit. Das bedeutet: Er wird nicht wie ein toxikologisch relevanter Pestizidwirkstoff bewertet. Trotzdem ist er im Trinkwasser unerwünscht, weil er auf landwirtschaftliche Einträge hinweist und als mobiler Spurenstoff im Wasserkreislauf auftreten kann.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pestizid-Metaboliten. Aktivkohle: kann je nach Stoff, Aktivkohletyp und Kontaktzeit wirken, ist bei polaren Metaboliten aber nicht immer sicher vorherzusagen.Für nicht relevante Metaboliten gilt nicht automatisch der normale Pestizid-Grenzwert von 0,1 µg/l. Für S-Metolachlor-Säure CGA 351916 / CGA 51202 wird ein gesundheitlicher Orientierungswert von 3,0 µg/l genannt.
51S-Metolachlor-Sulfonsäure (CGA 380168/354743)S-Metolachlor-Sulfonsäure, auch Metolachlor-ESA, ist ein Abbauprodukt des Herbizids S-Metolachlor. S-Metolachlor wurde bzw. wird in der Landwirtschaft zur Unkrautbekämpfung eingesetzt, unter anderem bei Mais, Rüben, Sonnenblumen und weiteren Kulturen.Über landwirtschaftlich genutzte Flächen. Der Wirkstoff wird im Boden abgebaut; dabei entstehen mobile Metaboliten wie CGA 380168 / CGA 354743, die mit Sickerwasser ins Grundwasser gelangen können. Die LAWA beschreibt Metolachlor-Sulfonsäure als häufig nachgewiesenen Metaboliten im Grundwasser.Der Stoff gilt als nicht relevanter Metabolit. Das bedeutet: Er wird nicht wie ein toxikologisch relevanter Pestizidwirkstoff bewertet. Trotzdem ist er im Trinkwasser unerwünscht, weil er auf landwirtschaftliche Einträge hinweist und sehr mobil im Wasserkreislauf auftreten kann.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pestizid-Metaboliten. Aktivkohle: kann je nach Stoff, Aktivkohletyp und Kontaktzeit wirken, ist bei polaren Metaboliten aber nicht immer sicher vorherzusagen.Für nicht relevante Metaboliten gilt nicht automatisch der normale Pestizid-Grenzwert von 0,1 µg/l. Für S-Metolachlor-Sulfonsäure CGA 380168 / CGA 354743 wird ein gesundheitlicher Orientierungswert von 3,0 µg/l genannt.
52S-Metolachlor-Sulfonsäure (NOA 413173)S-Metolachlor-Sulfonsäure NOA 413173 ist ein Abbauprodukt des Herbizids S-Metolachlor. S-Metolachlor wurde bzw. wird in der Landwirtschaft zur Unkrautbekämpfung eingesetzt, unter anderem bei Mais, Rüben, Sonnenblumen und weiteren Kulturen.Über landwirtschaftlich genutzte Flächen. Der Wirkstoff wird im Boden abgebaut; dabei entstehen mobile Metaboliten wie NOA 413173, die mit Sickerwasser ins Grundwasser gelangen können. Laut LAWA wurde der Metabolit NOA 413173 von Metolachlor/S-Metolachlor an rund 20 % der untersuchten Grundwasser-Messstellen festgestellt.NOA 413173 gilt als nicht relevanter Metabolit. Das bedeutet: Er wird nicht wie ein toxikologisch relevanter Pestizidwirkstoff bewertet. Trotzdem ist er im Trinkwasser unerwünscht, weil er auf landwirtschaftliche Einträge hinweist und als mobiler Spurenstoff im Wasserkreislauf vorkommen kann.Umkehrosmosemembran: relevant zur Reduktion vieler gelöster Pestizid-Metaboliten. Aktivkohle: kann je nach Stoff, Aktivkohletyp und Kontaktzeit wirken, ist bei polaren Metaboliten aber nicht immer sicher vorherzusagen.Für nicht relevante Metaboliten gilt nicht automatisch der normale Pestizid-Grenzwert von 0,1 µg/l. Der Beurteilungswert für S-Metolachlor-Sulfonsäure NOA 413173 wurde laut niedersächsischer Landesliste von 1,0 µg/l auf 3,0 µg/l angehoben.
53Trifluoressigsäure (TFA)Trifluoressigsäure, kurz TFA, ist eine sehr kleine, wasserlösliche und extrem langlebige Chemikalie. Sie zählt zu den sehr persistenten und sehr mobilen Stoffen. Das bedeutet: Sie wird in der Umwelt kaum abgebaut und bewegt sich leicht mit Wasser durch Böden, Flüsse und Grundwasser.TFA entsteht unter anderem als Abbauprodukt fluorierter Chemikalien, zum Beispiel aus bestimmten Kältemitteln, Pflanzenschutzmitteln, Industriechemikalien und weiteren PFAS-ähnlichen Vorläuferstoffen. Es kann über Luft, Regen, Oberflächenwasser, Abwasser, Landwirtschaft und Industrie in den Wasserkreislauf gelangen.TFA ist weniger wegen akuter Giftigkeit auffällig, sondern vor allem wegen seiner extremen Langlebigkeit und Mobilität. Einmal im Wasserkreislauf, ist es nur schwer wieder zu entfernen. Das Umweltbundesamt beschreibt, dass TFA mit herkömmlichen Wasseraufbereitungsmethoden praktisch nicht entfernt werden kann und Einträge möglichst vermieden werden sollten.Umkehrosmosemembran: eine der relevantesten Haushaltstechniken, aber TFA ist wegen seiner geringen Molekülgröße und hohen Mobilität anspruchsvoll. Aktivkohle: für TFA meist nicht zuverlässig, da TFA sehr mobil ist und kaum an Aktivkohle bindet.In der Trinkwasserverordnung gibt es aktuell keinen klassischen Grenzwert für TFA. Das Umweltbundesamt hat jedoch einen gesundheitlichen Leitwert von 60 µg/l abgeleitet; dieser ersetzte den früheren gesundheitlichen Orientierungswert von 3 µg/l.
54Суpгоconazol
55False
56False
57False